K-Erholung

Eine K-förmige Erholung tritt nach einer Rezession auf und ist davon geprägt, dass verschiedene Bereiche der Wirtschaft eines Landes sich unterschiedlich stark erholen. Diese divergierenden Erholungen beziehen sich auf die Zeitdauer, auf die Wachstumsraten oder auf den gesamten Umfang der Erholung.

In einer K-förmigen Erholung werden große Unternehmen nur noch größer und weiten ihren Marktanteil weiter aus, wohingegen kleine Unternehmen und Konkurrenten Marktanteile verlieren und ums Überleben kämpfen.

Die K-Erholung führt aber auch zu einer darwinschen (natürlichen) Auslese, da für manche Unternehmen diese Form der Erholung das Ende ihrer Existenz bedeutet – sie gehen insolvent und kurz darauf verschwinden sie vom Markt. Eine K-förmige Erholung führt zu Veränderungen in der Struktur der Wirtschaft oder der gesamten Gesellschaft, da sich Wirtschaft und Gesellschaft in der K-Erholung nachhaltig geändert haben. Die Auswirkungen einer K-Erholung können tatsächlich fundamental für Wirtschaft und Gesellschaft sein. So kann die K-förmige Erholung den Wettbewerb reduzieren, Innovationen unterdrücken und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch kleine Unternehmen oder durch den Mittelstand bremsen. Der Ursprung einer K-förmigen Erholung liegt darin, dass große / multinationale Unternehmen in Krisenzeiten einen deutlich besseren Zugang zu frischem Kapital / Krediten haben, womit sie sich während der Krise über Wasser halten können. In Krisenzeiten verschärfen Banken immer ihre Kreditvergabestandard, dadurch erhalten kleinere Unternehmen aber nur noch erschwert – und wenn überhaupt – (Überbrückungs-) Kredite, welche dann aber auch nur zu höheren Zinsen vergeben werden.

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