{"id":3147,"date":"2015-03-20T11:10:09","date_gmt":"2015-03-20T11:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunnskap.de\/?page_id=3147"},"modified":"2023-01-27T21:10:47","modified_gmt":"2023-01-27T20:10:47","slug":"option","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prudentwater.com\/en\/option\/","title":{"rendered":"Option"},"content":{"rendered":"<p>Eine Option ist ein Derivat und wird ausschlie\u00dflich an einer Terminb\u00f6rse wie der EUREX gehandelt. Der K\u00e4ufer einer Call Option erh\u00e4lt das Recht (jedoch nicht die Pflicht), den zugrunde liegenden Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen. Der K\u00e4ufer einer Put Option erh\u00e4lt hingegen das Recht (wiederum jedoch nicht die Pflicht), einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis in der Zukunft zu verkaufen. Anders als bei Optionsscheinen k\u00f6nnen Privatpersonen auch die Stillhalterposition in einem Optionsgesch\u00e4ft einnehmen. Dies bedeutet, dass Person A eine Option emittieren kann und an Person B verkaufen kann. In diesem Fall nimmt Person A eine passive Position ein, da er abwarten muss, ob Person B diese ausf\u00fchrt oder verfallen l\u00e4sst. Bei einem Optionsschein hingegen kann nur die Bank als Emittent und somit als Stillhalter agieren.<\/p>\n<h3>Bei einem Optionsgesch\u00e4ft k\u00f6nnen insgesamt 4 verschiedene Positionen eingenommen werden:<\/h3>\n<ul>\n<li>Bei einem <b>Long Call<\/b> erkauft man sich das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu erwerben.<\/li>\n<li>Bei einem <b>Long Put<\/b> erkauft man sich das Recht, den zugrunde liegenden Basiswert zu verkaufen.<\/li>\n<li>Bei einem <b>Short Call<\/b> verkauft Person A eine Kaufoption an Person B. Wenn das Optionsrecht von B ausge\u00fcbt wird, muss A den Basiswert an B verkaufen.<\/li>\n<li>Bei einem <b>Short Put<\/b> verkauft Person A eine Verkaufsoption an Person B. Wenn das Optionsrecht von B ausge\u00fcbt wird, muss A den Basiswert von B kaufen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr>\n<p>In der Regel sind die meisten Anleger mit einem Long Call konfrontiert &#8211; also mit dem Kauf einer Kauf-Option. In diesem Fall notiert die zugrunde liegende Aktie der Option aktuell bei beispielsweise 80 Euro. Der Anleger kauft nun eine Kaufoption (Long Call) auf die Aktie mit der vereinbarten Bedingung, dass er diese Aktie in drei Monaten f\u00fcr 90 Euro kaufen kann. F\u00fcr das Recht des Erwerbs muss er f\u00fcr die Option 3 Euro pro bezahlen. Nach den drei Monaten steht nun die Aktie bei 105 Euro. Der Anleger kann nun seine Kaufoption aus\u00fcben. Dabei kann er jetzt die Aktie f\u00fcr 90 Euro vom Verk\u00e4ufer der Kaufoption kaufen. Zuz\u00fcglich des Optionspreises von 3 Euro hat er somit 93 Euro f\u00fcr die Aktie bezahlt und somit einen Gewinn von 12 Euro erzielt (Aktueller Kurs (105 Euro) &#8211; Kosten (93 Euro)). Andersherum k\u00f6nnte die Aktie jedoch auch nach den drei Monaten auf 72 Euro gefallen sein. In diesem Fall wird der Anleger seine Option nicht aus\u00fcben und erleidet einen Verlust in H\u00f6he des Optionspreises (hier also 3 Euro). Den Optionspreis bekommt der Anleger nie zur\u00fcck, egal ob die Option ausge\u00fcbt wird oder nicht. In den meisten F\u00e4llen findet am Ende der Laufzeit der Option jedoch ein Barausgleich statt. Dabei findet keine physische Lieferung des Basiswertes statt, es wird lediglich der Differenzbetrag zwischen Basispreis und aktuellem Marktwert des Basiswertes ausgezahlt.<\/p>\n<h3>Weitere Merkmale einer Option<\/h3>\n<p>Bei der Long Call- und Long Put-Position muss der Optionspreis an den Verk\u00e4ufer gezahlt werden. Dieses Geld erh\u00e4lt der K\u00e4ufer nicht zur\u00fcck, auch wenn die Option nicht ausgef\u00fchrt wird. Sie dient dem Verk\u00e4ufer als Pr\u00e4mie f\u00fcr das Risiko, welches er bei dem Gesch\u00e4ft eingegangen ist. Bei der Short Call- und Short Put-Position erh\u00e4lt man hingegen den Optionspreis als Pr\u00e4mie f\u00fcr das eingegangene Risiko, den Basiswert liefern zu m\u00fcssen. Diese Pr\u00e4mie darf auf jeden Fall behalten werden, unabh\u00e4ngig davon, ob Person B sein Recht aus\u00fcbt oder nicht. Handelt es sich um eine europ\u00e4ische Option, kann das Recht nur am Ende der Laufzeit ausge\u00fcbt werden. Handelt es sich um eine amerikanische Option, kann das Recht jederzeit ausge\u00fcbt werden. Wenn eine Option bis zum letzten Handelstag nicht ausge\u00fcbt wird, verf\u00e4llt sie hingegen wertlos. Optionen sind standardisiert. Dies bedeutet, dass Menge und Qualit\u00e4t des Basiswertes sowie Lieferdatum und Volumen immer fest geregelt sind. Lediglich der Preis wird an der Terminb\u00f6rse durch Angebot und Nachfrage bestimmt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Option ist ein Derivat und wird ausschlie\u00dflich an einer Terminb\u00f6rse wie der EUREX gehandelt. Der K\u00e4ufer einer Call Option erh\u00e4lt das Recht (jedoch nicht die Pflicht), den zugrunde liegenden Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen. 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