{"id":5333,"date":"2015-12-02T11:25:02","date_gmt":"2015-12-02T11:25:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunnskap.de\/?page_id=5333"},"modified":"2021-06-25T12:50:13","modified_gmt":"2021-06-25T10:50:13","slug":"synthetische-replikation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prudentwater.com\/en\/synthetische-replikation\/","title":{"rendered":"Synthetische Replikation"},"content":{"rendered":"<p>Auch <strong>Indirekte Replikation<\/strong> oder <strong>Swap ETF<\/strong><\/p>\n<p>Die synthetische Replikation ist eine von mehreren M\u00f6glichkeiten, mit der ein ETF einen Index m\u00f6glichst genau abbilden kann. Bei dieser Methode wird ein Tauschgesch\u00e4ft (Swap) genutzt, damit der ETF die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index erzielt. Ein Swap ist in diesem Fall ein Tauschgesch\u00e4ft zwischen einem ETF-Anbieter und einem Swap-Kontrahenten. Letzter erh\u00e4lt f\u00fcr das Swap-Gesch\u00e4ft eine Geb\u00fchr vom ETF-Anbieter. Bei der synthetischen Replikation investiert der ETF das Geld der Anleger nun in einen Wertpapierkorb sowie in einen Index-Swap. Der Wertpapierkorb beinhaltet dabei jedoch nicht 1:1 die Wertpapiere des Index, welcher vom ETF nachgebildet werden soll. Es kann sich dabei um eine beliebige Auswahl an Aktien und Anleihen handeln, oftmals handelt es sich um Blue Chip-Aktien. Zus\u00e4tzlich investiert der ETF noch in einen Index-Swap. Um das Kontrahentenrisiko jedoch zu reduzieren, ist der Anteil des Index Swap nach gesetzlichen Bestimmungen auf 10 % des Nettoinventarwertes des ETF beschr\u00e4nkt. Dies bedeutet, dass bei einem Swap-ETF ein Emittentenrisiko von maximal 10 % besteht.<\/p>\n<p><b>Praktische Umsetzung:<\/b><br \/>\nMit diesem Index-Swap tauscht nun der ETF mit der Swap-Gegenpartei (Bank oder Finanzinstitut) die Wertentwicklung des bereits erw\u00e4hnten Wertpapierkorbes, welchen der ETF-Anbieter tats\u00e4chlich besitzt, mit der Wertentwicklung des dem ETF zugrunde liegenden Index. Die Swap-Gegenpartei ist bei dem Gesch\u00e4ft verpflichtet, die Performance des Index auf t\u00e4glicher Basis bereitzustellen. Der ETF erh\u00e4lt somit die Wertentwicklung des nachzubildenden Index, indem der Wert des Swap, welcher die Differenz zwischen der Wertentwicklung des Wertpapierkorbes und der des Index ist, zwischen dem ETF-Anbieter und der Swap-Gegenpartei t\u00e4glich in bar ausgeglichen wird. Steigt also am ersten Tag der Korb von 100.00 auf 101.5 Punkte und der nachzubildende Index von 100.00 auf 102.50 Punkte, so muss der Swap-Partner dem ETF 1.00 Punkte (2,5 &#8211; 1,5= 1,00) bzw. den entsprechenden Geldbetrag gutschreiben. Steigt der ETF am zweiten Tag von 101.5 Punkte auf 105.00 Punkte und der Index von 102.5 auf 105.5 Punkte, so wird das Swap Konto des ETF-Anbieters um 0,5 Punkte belastet (3,0 &#8211; 3,5= -0,5). Dieses Szenario findet t\u00e4glich statt, der Differenzbetrag wird dann t\u00e4glich oder w\u00f6chentlich ausgeglichen, sp\u00e4testens jedoch dann, wenn der Betrag \u00fcber 10 Prozent des Wertpapierkorbes liegt, ist eine Auszahlung notwendig.<br \/>\nFolglich hei\u00dft dieser Vorgang auch, dass der Swap-Partner die Wertentwicklung des Wertpapierkorbes erh\u00e4lt. <\/p>\n<p><b>Verschiedene Arten der synthetischen Replikation:<\/b><br \/>\nIm Grunde handelt es sich bei der synthetischen Replikation lediglich um die Zusage der Swap-Gegenpartei, die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index an den Swap-Partner (ETF-Anbieter) zu liefern. Diese Replikationsart l\u00e4sst sich jedoch nochmals in Unfunded Swap und Funded Swap unterscheiden. Bei der Unfunded Swap-Methode hinterlegt die Swap-Gegenpartei keine Sicherheiten, bei der Funded Swap-Methode muss die Gegenpartei Sicherheiten hinterlegen, welche mindestens dem Swap-Wert entsprechen. Die Funded Swap-Methode geht somit mit einem deutlich geringeren Kontrahentenrisiko einher.<\/p>\n<p><b>Vorteile und Nachteile:<\/b><br \/>\nDie synthetische Replikation bringt den Vorteil, dass sie kosteng\u00fcnstiger Indizes abbilden kann als die physische Replikation. Des Weiteren k\u00f6nnen somit exotische M\u00e4rkte effizienter und g\u00fcnstiger abgebildet werden. Der Tracking Error entspricht bei der synthetischen Replikation lediglich der Verwaltungsgeb\u00fchr und ist somit deutlich geringer als bei der physischen Replikation, daf\u00fcr besteht allerdings ein Emittentenrisiko bei ETFs mit synthetischer Replikation. Falls die Swap-Gegenpartei Insolvenz anmelden muss, besteht Gefahr, dass der Index-Swap wertlos wird und somit der ETF einen Verlust von maximal 10 % des Fondsverm\u00f6gens erleiden w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Indirekte Replikation oder Swap ETF Die synthetische Replikation ist eine von mehreren M\u00f6glichkeiten, mit der ein ETF einen Index m\u00f6glichst genau abbilden kann. Bei dieser Methode wird ein Tauschgesch\u00e4ft (Swap) genutzt, damit der ETF die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index erzielt. 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