{"id":5370,"date":"2015-12-04T17:05:15","date_gmt":"2015-12-04T17:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunnskap.de\/?page_id=5370"},"modified":"2021-06-25T12:49:01","modified_gmt":"2021-06-25T10:49:01","slug":"frankenschock","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prudentwater.com\/en\/frankenschock\/","title":{"rendered":"Frankenschock"},"content":{"rendered":"<p>Der sogenannte Frankenshock passierte am 15. Januar 2015 und verweist auf die schlagartige und starke Aufwertung der W\u00e4hrung Schweizer Franken. Diese W\u00e4hrungsaufwertung geschah aufrund von Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) nicht l\u00e4nger am Devisenmarkt zu intervenieren, die heimische W\u00e4hrung damit &#8216;freizugeben&#8217; und dessen Entwicklung vom Euro abzukoppeln. Die Schweizer Nationalbank verk\u00fcndete, dass sie den Kurs des Franken freigeben werde und somit nicht mehr weiterhin am Devisenmarkt durch Euroaufk\u00e4ufe intervenieren werde. Diese Euroaufk\u00e4ufe sollten zuvor daf\u00fcr sorgen, dass der Schweizer Franken gegen\u00fcber dem Euro nicht weiter an Wert gewinnt, da zuvor \u00fcber mehrere Jahre hinweg der immer st\u00e4rker werdende Schweizer Franken Waren und Dienstleistungen f\u00fcr Abnehmer au\u00dferhalb der Schweiz teurer gemacht hatte und somit die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweiz schw\u00e4chte. Die SNB hatte dabei eine Untergrenze von EUR\/CHF 1,20 festgelegt, die sie jedoch nicht mehr in der Lage war zu verteidigen und schlie\u00dflich am 15. Januar 2015 aufgab.<br \/>\nDer Franken legte dabei nicht blo\u00df gegen\u00fcber dem Euro zu, sondern fast gegen\u00fcber allen bedeutenden W\u00e4hrungen der Welt, da jedoch Europa f\u00fcr die Schweiz der wichtigste Handelspartner ist, wurde dieses W\u00e4hrungspaar besonders beachtet. Zwar hat er im Laufe des Tages wieder etwas an Wert verloren, die Aufwertung belastete jedoch von da an die langfristigen \u00f6konomischen Aussichten der Schweiz. Ein Grund f\u00fcr die Abkopplung des Franken gegen\u00fcber dem Euro war die zunehmende Belastung f\u00fcr die SNB, da stetig mit Schweizer Franken die W\u00e4hrung Euro gekauft werden musste, um den Franken nachhaltig zu schw\u00e4chen und so die heimische Wirtschaft vor einem Exportr\u00fcckgang aufgrund einer zu hoch bewerteten W\u00e4hrung zu sch\u00fctzen. Dies f\u00fchrte jedoch bei der SNB zunehmend zu einer Aufbl\u00e4hung der Bilanz mit Euros, welche dann 15. Januar 2015 schlagartig an Wert verloren.<br \/>\nDie schlagartige Aufwertung des Franken hat somit vor allem die exportorientierten Unternehmen in dem Land getroffen, da nun ihre Waren im Ausland aufgrund der starken Aufwertung des Schweizer Franken teurer geworden sind. Diese Verteuerung der Waren und Dienstleistungen kann wiederum zu einem Exportr\u00fcckgang f\u00fchren, da nun auf dem internationalen Markt nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hige Preise angeboten werden k\u00f6nnen. Um trotzdem weiterhin wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, m\u00fcssen somit die Unternehmen Kosten an anderer Stelle (Personalabbau, Produktionsverlagerung) einsparen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der sogenannte Frankenshock passierte am 15. Januar 2015 und verweist auf die schlagartige und starke Aufwertung der W\u00e4hrung Schweizer Franken. Diese W\u00e4hrungsaufwertung geschah aufrund von Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) nicht l\u00e4nger am Devisenmarkt zu intervenieren, die heimische W\u00e4hrung damit &#8216;freizugeben&#8217; und dessen Entwicklung vom Euro abzukoppeln. 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