{"id":7249,"date":"2016-06-17T11:27:13","date_gmt":"2016-06-17T11:27:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunnskap.de\/?page_id=7249"},"modified":"2021-08-13T12:41:22","modified_gmt":"2021-08-13T10:41:22","slug":"geldpolitik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prudentwater.com\/en\/geldpolitik\/","title":{"rendered":"Geldpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Auch <strong>Geldmarktpolitik<\/strong><br \/>\nengl. <strong>Monetary Policy<\/strong><\/p>\n<p>Die Geldpolitik beschreibt den Einsatz von strukturierten wirtschaftspolitischen Ma\u00dfnahmen der Zentralbank eines Landes \/ eines W\u00e4hrungsraumes, um die Geldwertstabilit\u00e4t und Wirtschaftswachstumsf\u00f6rderung langfristig aufrechtzuerhalten. Das oberste Ziel der Geldpolitik ist die Preisstabilit\u00e4t. Dies setzt jedoch voraus, dass es zu keiner \u00fcberm\u00e4\u00dfig starken Inflation und zu keiner Deflation kommt. Ziel der meisten Notenbanken ist somit eine j\u00e4hrliche Inflationsrate von ca. 2 %. Eine Deflation hingegen wird von keiner Zentralbank langfristig angestrebt. Das Ziel der Geldwertstabilit\u00e4t verfolgen die weltweiten Zentralbanken in erster Linie durch die Politik der Zinssteuerung. Dabei wird der jeweilige Leitzins des Landes den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst, um eine Preisstabilit\u00e4t langfristig zu garantieren. In der Praxis erfolgt dabei eine Verknappung der Geldmenge (Verteuerung der Kredite durch h\u00f6here Zinsen, restriktive Geldpolitik) innerhalb einer wirtschaftlichen \u00dcberhitzung oder aber eine Ausweitung der Geldmenge (Verbilligung der Kredite durch niedrigere Zinsen, expansive Geldpolitik) innerhalb einer wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung.<br \/>\n<div class=\"perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left\" style=\"border-color:#9cd3db !important;font-size:22px !important;\"><blockquote><p style=\"font-size:22px !important;\">Das oberste Ziel der Geldpolitik ist die Geldwertstabilit\u00e4t und somit eine j\u00e4hrliche Inflationsrate von knapp 2% zu erreichen.<\/p><\/blockquote><\/div><\/p>\n<p>W\u00e4hrend und nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 \/ 2008 hat sich die Geldpolitik der gro\u00dfen Notenbanken jedoch dahin gehend ge\u00e4ndert, dass diese auch neben dem Instrument der Zinssteuerung direkt in den Markt durch umfangreiche Anleihek\u00e4ufe eingreifen, um die langfristigen Zinss\u00e4tze des Landes zu kontrollieren. Vor allem die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve System hat \u00fcber ihre quantitative Lockerung gezielt durch Anleihek\u00e4ufe die langfristigen Zinsen gesenkt. Die Geldpolitik ist allerdings kein Allheilmittel, mit der wirtschaftliche \/ preisliche Schw\u00e4chen und Verzerrungen jederzeit korrigiert werden k\u00f6nnen. Sie kann vielmehr nur die Rahmenbedienungen f\u00fcr eine Normalisierung des Preisniveaus legen. In Deutschland wird die Geldpolitik ausschlie\u00dflich auf europ\u00e4ischer Ebene durch die Europ\u00e4ische Zentralbank betrieben, da Deutschland Teil der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion ist und somit keine eigene Geldpolitik durch die Bundesbank betreiben darf. In den USA wird die Geldpolitik durch die amerikanische Notenbank Federal Reserve System und in Gro\u00dfbritannien durch die Bank of England betrieben.<br \/>\n<div class=\"perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left\" style=\"border-color:#9cd3db !important;font-size:22px !important;\"><blockquote><p style=\"font-size:22px !important;\">Die Kurse von Aktien und Anleihen profitierten in der Vergangenheit st\u00e4rker von der Geldpolitik, wohingegen die Fiskalpolitik eher reale Verm\u00f6genswerte wie Rohstoffe preislich st\u00e4rkt.<\/p><\/blockquote><\/div><\/p>\n<p>Das Gegen\u00fcber der Geldpolitik ist die Fiskalpolitik, welche im Gegensatz zur Geldpolitik auf nationaler Ebene durch die jeweilige Regierung des Landes durchgef\u00fchrt wird. Der Vorteil der Fiskalpolitik liegt darin, dass ihre einzelnen Ma\u00dfnahmen wie Steuersenkungen oder Staatsausgabenerh\u00f6hungen in einer Rezession eine viel schnellere Wirkung zeigen als Ma\u00dfnahmen der Geldpolitik. In Zeiten einer konjunkturellen Abschw\u00e4chung wirkt eine Leitzinssenkung erst mit teilweise erheblicher Zeitverz\u00f6gerung und unterst\u00fctzt das Wirtschaftswachstum sowie die Inflationsrate erst oftmals nach bis zu zwei Jahren. Der Vorteil der Geldpolitik gegen\u00fcber der Fiskalpolitik liegt jedoch darin, dass diese schneller eingesetzt werden kann. Fiskalpolitische Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen in der Regel zun\u00e4chst in den Parlamenten eine Mehrheit erhalten, bevor diese umgesetzt werden k\u00f6nnen, die Zentralbank ist in ihrer Entscheidung jedoch unabh\u00e4ngig von der Politik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Geldmarktpolitik engl. 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