{"id":8301,"date":"2016-11-14T21:11:27","date_gmt":"2016-11-14T21:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunnskap.de\/?page_id=8301"},"modified":"2023-05-16T13:36:11","modified_gmt":"2023-05-16T11:36:11","slug":"die-einflussfaktoren-auf-die-wechselkurse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prudentwater.com\/en\/die-einflussfaktoren-auf-die-wechselkurse\/","title":{"rendered":"Die Einflussfaktoren auf die Wechselkurse"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-stackable-notification stk-block-notification stk-block stk-b3a7798 is-style-plain\" data-block-id=\"b3a7798\"><style>.stk-b3a7798{box-shadow:0px 2px 20px rgba(153,153,153,0.2) !important}.stk-b3a7798-container{border-radius:20px !important;overflow:hidden !important;box-shadow:0px 10px 60px rgba(0,0,0,0.1) !important}.stk-b3a7798 .stk-block-notification__content{padding-top:32px !important;padding-right:32px !important;padding-bottom:32px !important;padding-left:32px !important}<\/style><div class=\"stk-block-notification__content stk-content-align stk-b3a7798-column stk-container stk-b3a7798-container stk--no-background stk--no-padding\"><div class=\"stk-block-content stk-inner-blocks\">\n<div class=\"wp-block-stackable-heading stk-block-heading stk-block-heading--v2 stk-block stk-40c06f9\" id=\"strong-zentrale-kernaussagen-strong\" data-block-id=\"40c06f9\"><style>.stk-40c06f9{margin-bottom:15px !important}.stk-40c06f9 .stk-block-heading__text{font-size:16px !important;margin:0 !important;color:#da8611 !important;font-weight:400 !important;letter-spacing:1px !important}@media screen and (max-width:1023px){.stk-40c06f9 .stk-block-heading__text{font-size:17px !important}}<\/style><h2 class=\"stk-block-heading__text has-text-color\"><b>ZENTRALE KERNAUSSAGEN<\/b><\/h2><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"has-ast-global-color-8-color has-text-color wp-block-list\" style=\"font-size:16px;font-style:normal;font-weight:500;line-height:2\">\n<li>Der Wechselkurs ist einer der wichtigsten Bestimmungsfaktoren f\u00fcr die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes. Deshalb geh\u00f6ren Wechselkurse zu den am meisten beobachteten, analysierten und von der Regierung manipulierten wirtschaftlichen Gr\u00f6\u00dfen.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine steigende W\u00e4hrung macht die Importe eines Landes g\u00fcnstiger, gleichzeitig jedoch werden die Exporte des Landes f\u00fcr ausl\u00e4ndische Abnehmer teurer. Eine fallende W\u00e4hrung hingegen erh\u00f6ht die Importkosten eines Landes, verbilligt daf\u00fcr jedoch die exportieren Waren f\u00fcr ausl\u00e4ndische K\u00e4ufer.<\/li>\n\n\n\n<li>Einen hohen Einfluss auf die Entwicklung von W\u00e4hrungen hat der Au\u00dfenhandel, die Zinsentwicklung sowie die Fundamentaldaten eines Landes. Politische Ereignisse sowie die technische Analyse spielen hingegen eher eine untergeordnete und meist kurzfristige Rolle.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n<p>W\u00e4hrungen werden weltweit am nicht lokalisierbaren Devisenmarkt gehandelt, welcher der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Finanzmarkt der Welt ist. Aktuell im Jahr 2026 werden am Devisenmarkt t\u00e4glich mehr als 6.5 Billionen US Dollar umgesetzt. Dabei nehmen die Leitw\u00e4hrungen (USD, Euro Yen, Pfund) den gr\u00f6\u00dften Anteil ein. Im Gegensatz zum Aktienmarkt ist der Devisenmarkt 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag ge\u00f6ffnet. Dadurch kann garantiert werden, dass im Wechselkurs stets alle aktuellen Daten und Nachrichten eingepreist sind. Die Einflussfaktoren auf den Wechselkurs sind dabei jedoch vielf\u00e4ltig. Wie sehr die einzelnen Faktoren auf den Wechselkurs Einfluss nehmen, kann von keinem Finanzinstitut oder Analysten genau bestimmt und vorhergesagt werden. Trotzdem wird die W\u00e4hrung eines Landes mittel-bis langfristig von verschiedenen Faktoren und Ursachen beeinflusst:<\/p>\n<h2>Au\u00dfenhandel<\/h2>\n<p>Au\u00dfenhandel betreibt ein Land dadurch, dass es Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert und ebenso Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland importiert. F\u00fcr die Exporte erh\u00e4lt das Land ausl\u00e4ndische W\u00e4hrungen, auch Devisen genannt, welche es anschlie\u00dfend in die heimische W\u00e4hrung umtauschen oder als Devisenreserven einbehalten kann. Um Importe zu bezahlen, muss hingegen zun\u00e4chst die ausl\u00e4ndische W\u00e4hrung des Handelspartners gekauft werden. Dazu wird die heimische W\u00e4hrung in die jeweilige ausl\u00e4ndische W\u00e4hrung gewechselt, um anschlie\u00dfend die Importe in fremder W\u00e4hrung bezahlen zu k\u00f6nnen. Alle Importe und Exporte werden in der Handelsbilanz eines Landes verzeichnet. Je mehr ein Land nun exportiert, desto mehr wird die Nachfrage nach der eigenen W\u00e4hrung ansteigen und folglich mit steigender Nachfrage wird auch der Kurs der heimischen W\u00e4hrung steigen. Je h\u00f6her nun also der Handelsbilanz\u00fcberschuss, desto positiver beeinflusst dies die heimische W\u00e4hrung gegen\u00fcber der Fremdw\u00e4hrung. Andersherum, je gr\u00f6\u00dfer das Handelsbilanzdefizit, desto st\u00e4rker belastet dies die heimische W\u00e4hrung, da das Land nun gezwungen ist, mehr an heimischer W\u00e4hrung zu verkaufen, um die Importe (notierend in fremder W\u00e4hrung) bezahlen zu k\u00f6nnen. Dieser Verkauf der heimischen W\u00e4hrung beeinflusst dann jedoch negativ den Wert der eigenen W\u00e4hrung gegen\u00fcber der jeweiligen Fremdw\u00e4hrung. Somit besteht mittel- bis langfristig ein Zusammenhang zwischen dem Au\u00dfenhandel eines Landes und dessen W\u00e4hrungsentwicklung.<br>\n<div class=\"perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left\" style=\"border-color:#abb8c3 !important;font-size:18px !important;\"><blockquote><p style=\"font-size:18px !important;\">Ein Handelsbilanzdefizit zeigt, dass das Land mehr f\u00fcr den Au\u00dfenhandel ausgibt, als es einnimmt und dass es sich Kapital aus dem Ausland leiht, um das Defizit auszugleichen. Das Land ben\u00f6tigt mehr Devisen, als es durch den Verkauf von Exporten einnimmt und es liefert zeitgleich mehr eigene Devisen als das Ausland f\u00fcr seine Produkte nachfragt. Der Nachfrage\u00fcberhang nach ausl\u00e4ndischer W\u00e4hrung senkt den Wechselkurs der heimischen W\u00e4hrung bis inl\u00e4ndische Waren und Dienstleistungen f\u00fcr Ausl\u00e4nder billig genug sind und ausl\u00e4ndische Waren f\u00fcr inl\u00e4ndische Importeure zu teuer geworden sind, um damit im Inland noch einen Gewinn zu erzielen.<\/p><\/blockquote><\/div>Au\u00dferdem und unabh\u00e4ngig davon ist zu beachten, dass die W\u00e4hrung eines Landes oftmals mit der Preisentwicklung des Hauptexportgutes des Landes korreliert. F\u00fcr Russland, Norwegen oder Saudi Arabien gilt somit der Preis f\u00fcr Roh\u00f6l oder <a href=\"https:\/\/prudentwater.com\/erdgas\/\" rel=\"noopener noreferrer\">Erdgas<\/a> als Referenz, f\u00fcr Brasilien oder Kolumbien zus\u00e4tzlich der Preis f\u00fcr Kaffee. Dies hat den ganz einfachen Grund, dass mit fallenden Preisen der wichtigsten Exportg\u00fcter eines Landes gleichzeitig die Staatseinnahmen sinken, wodurch wiederum die finanzielle Stabilit\u00e4t des Landes geschw\u00e4cht wird.<\/p>\n<h2>Zinsdifferenz<\/h2>\n<p>Die Zinsdifferenz beschreibt, dass sich das Zinsniveau in den beiden involvierten L\u00e4ndern eines W\u00e4hrungspaares unterscheidet und Anleger versuchen, aus dieser Zinsdifferenz durch ein entsprechendes Zinsdifferenzgesch\u00e4ft oder aber durch den Carry Trade einen Gewinn zu erzielen. Diese Ausnutzung beider Finanzgesch\u00e4fte beeinflusst dabei automatisch den Wechselkurs. Liegt beispielsweise das Zinsniveau im Euroraum bei 1,00 Prozent, in den USA jedoch bei 3,00 Prozent, m\u00f6chten Anleger aus dem Euroraum von den h\u00f6heren Zinsen in den USA profitieren, indem sie ihr Geld in US Dollar-Anlagen investieren. Dies geschieht dann oftmals durch den Kauf von US-Staatsanleihen. Mit dieser Transaktion kaufen Anleger gleichzeitig den US Dollar und verkaufen den Euro. Die Nachfrage nach US Dollar steigt somit aufgrund des h\u00f6heren Zinsniveaus in den USA, wodurch die W\u00e4hrung US Dollar gegen\u00fcber dem Euro auf. Der USD wertet nun so lange auf wie Anleger davon ausgehen, dass der zus\u00e4tzliche Zinsgewinn durch die Anlage in USD nicht durch einen m\u00f6glicherweise anschlie\u00dfenden W\u00e4hrungsverlust wieder zunichtegemacht wird. Der W\u00e4hrungsverlust w\u00fcrde so aussehen, dass der USD gegen\u00fcber dem Euro an Wert verliert und Anleger bei R\u00fcckabwicklung der USD-Anlage eine geringere Euro-Summe erhalten als urspr\u00fcnglich investiert. Anleger aus dem Euroraum h\u00e4tten dann nicht mehr den Zinsvorteil von den in dem Beispiel genannten 2 Prozent und w\u00fcrden folglich weniger in den US Dollar investieren.<div class=\"perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left\" style=\"border-color:#abb8c3 !important;font-size:18px !important;\"><blockquote><p style=\"font-size:18px !important;\">H\u00f6here Zinss\u00e4tze bieten Kreditgebern in einer Volkswirtschaft eine h\u00f6here Rendite im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern. Daher ziehen steigende Zinss\u00e4tze ausl\u00e4ndisches Kapital an und lassen den Wechselkurs aufwerten. Die Auswirkungen h\u00f6herer Zinss\u00e4tze werden jedoch abgeschw\u00e4cht, wenn die Inflation in dem Land viel h\u00f6her ist als in anderen L\u00e4ndern. Die umgekehrte Beziehung besteht bei sinkenden Zinss\u00e4tzen, d. h. niedrigere Zinss\u00e4tze f\u00fchren tendenziell zu sinkenden Wechselkursen. <\/p><\/blockquote><\/div>Schon alleine durch die Ank\u00fcndigung der jeweiligen Zentralbank des Landes, die Zinsen zu erh\u00f6hen \/ zu senken, kann die W\u00e4hrung steigen \/ sinken. Entscheidend dabei ist jedoch, was der Markt zu diesem Zeitpunkt bereits eingepreist hat. Hat der Markt eine Zinserh\u00f6hung nicht erwartet, wertet die W\u00e4hrung des Landes oftmals kurzfristig stark auf, kommt es jedoch \u00fcberraschend zu einer Zinssenkung, f\u00fchrt dies oft zu einer deutlichen Abwertung der jeweiligen W\u00e4hrung am selben Tag. Allgemein l\u00e4sst sich jedoch sagen, dass h\u00f6here Zinsen eine W\u00e4hrung oftmals aufwerten lassen unter ansonsten \u00e4hnlichen makro\u00f6konomischen Verh\u00e4ltnissen gegen\u00fcber der Zweitw\u00e4hrung.<\/p>\n<h2>Fundamentaldaten<\/h2>\n<p>Wie sich die W\u00e4hrung eines Landes entwickelt h\u00e4ngt ebenfalls auch stark von der Realwirtschaft sowie der finanzwirtschaftlichen Lage des Landes ab. Der mittel- bis langfristige Trend von Bruttoinlandsprodukt und Schuldenstandsquote gibt dabei einen Hinweis auf die finanzielle und wirtschaftliche Situation und Stabilit\u00e4t eines Landes und damit Aufschluss \u00fcber m\u00f6gliche Entwicklungen an den Devisenm\u00e4rkten. Ebenso aber nimmt die Preissteigerung im Land ma\u00dfgeblich Einfluss auf die W\u00e4hrung. Ver\u00f6ffentlicht ein Land eine (deutlich) h\u00f6here als vom Markt erwartete Inflationsrate, so f\u00fchrt dies oftmals zu einer Abwertung der heimischen W\u00e4hrung an den Devisenm\u00e4rkten. Durch h\u00f6here Inflationsraten kann sich die jeweilige Zentralbank des Landes jedoch dazu gezwungen sehen, den entsprechenden Leitzins zu erh\u00f6hen. Dies k\u00f6nnte wiederum mehr Kapital anziehen, was folglich die W\u00e4hrung aufwerten lassen w\u00fcrde. Zwangsl\u00e4ufig f\u00fchrt eine niedrige bis gar keine Inflation jedoch nicht automatisch zu einer W\u00e4hrungsaufwertung, da dies ein Zeichen eines fehlenden Wirtschaftswachstumes sein kann. Die Zentralbanken eines Landes geben oftmals das Ziel einer j\u00e4hrlichen Inflationsrate von knapp 2 Prozent aus. Kann diese mittel bis langfristig tats\u00e4chlich eingehalten werden, profitiert davon oftmals auch die W\u00e4hrung des jeweiligen Landes.<div class=\"perfect-pullquote vcard pullquote-align-full pullquote-border-placement-left\" style=\"border-color:#abb8c3 !important;font-size:18px !important;\"><blockquote><p style=\"font-size:18px !important;\">In der Regel steigt die W\u00e4hrung eines Land mit einer konstant niedrigen Inflationsrate, da ihre Kaufkraft dann im Vergleich zu anderen W\u00e4hrungen zunimmt. L\u00e4nder mit h\u00f6herer Inflation verzeichnen hingegen oftmals eine Abwertung ihrer W\u00e4hrung.<\/p><\/blockquote><\/div>Mit einer insgesamt positiven Entwicklung der Volkswirtschaft eines Landes steigt auch dessen Attraktivit\u00e4t f\u00fcr ausl\u00e4ndische Kapitalanleger. Die Attraktivit\u00e4t eines Landes als Investitionsstandort wird wiederum durch dessen Fundamentaldaten gepr\u00e4gt &#8211; also von der Entwicklung der Einkommen, des Bruttoinlandsproduktes, der Inflationsrate und Zinsen sowie der Entwicklung der Staatsverschuldung.<\/p>\n<h2>Kaufkraftparit\u00e4t<\/h2>\n<p>Die Kaufkraftparit\u00e4tentheorie besagt, dass Wechselkurse sich mittel bis langfristig den \u00fcbergreifenden Inflationsraten anpassen und gleiche Waren und Dienstleistungen f\u00fcr denselben Geldbetrag in unterschiedlichen L\u00e4ndern erworben werden k\u00f6nnen. Kostet beispielsweise eine Armbanduhr in den USA $200 und das exakt selbe Modell in Deutschland 160 Euro, so muss nach der Kaufkraftparit\u00e4tentheorie ein Wechselkurs von EUR\/USD 1,25 angenommen werden. Ist dies jedoch nicht der Fall, so sollte sich der Wechselkurs diesem Niveau mittelfristig anpassen, ansonsten herrscht keine Kaufkraftparit\u00e4t zwischen den beiden W\u00e4hrungen. Um das Preisniveau unter verschiedenen L\u00e4ndern vergleichen zu k\u00f6nnen, gibt es einzelne Indizes. Nebenbei gibt es auch den sogenannten Big-Mac-Index, welcher die Preise eines Big Macs in verschiedenen Staaten untereinander vergleicht.<\/p>\n<h2>Kapitalstr\u00f6me<\/h2>\n<p>Kapitalstr\u00f6me machen heutzutage zum gro\u00dfen Teil spekulative Anlagen aus. Sobald Geldanlagen, welche aus der Sicht des Investors in einer Fremdw\u00e4hrung notieren, l\u00e4nder\u00fcbergreifend ge- oder verkauft werden, beeinflusst dies den entsprechenden Wechselkurs. Investoren werden dabei ihr Geld dort anlegen, wo sie die h\u00f6chste Rendite erzielen k\u00f6nnen. Hier muss, um das Gesch\u00e4ft durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, die eine W\u00e4hrung (Auslandsw\u00e4hrung) gekauft werden und daf\u00fcr gleichzeitig eine zweite W\u00e4hrung (Heimatw\u00e4hrung) verkauft werden. Investoren aus Deutschland, die aufgrund h\u00f6herer Zinsen US-amerikanische Staatsanleihen kaufen wollen, beeinflussen somit durch ihre Transaktionen den Wechselkurs EUR\/USD mit. Beim Kauf der US-Staatsanleihen (notierend in USD) wird automatisch der Euro zum aktuellen Kassakurs in US-Dollar umgetauscht. In der Kapitalbilanz werden alle finanziellen Transaktionen zwischen Inl\u00e4ndern und Ausl\u00e4ndern erfasst.<\/p>\n<h2>Politische Ereignisse<\/h2>\n<p>Politische Ereignisse haben ebenfalls Einfluss auf den Kurs einer W\u00e4hrung. Dabei h\u00e4ngt es jedoch stark von dem Ereignis an sich ab, ob der Wechselkurs kurz-, mittel- oder langfristig beeinflusst wird. Oftmals reagiert der Kurs einer W\u00e4hrung kurzfristig stark auf politische Einfl\u00fcsse, langfristig werden diese dann jedoch wieder von den wirtschaftlichen Fakten in den Hintergrund gestellt. Die oftmals zitierte B\u00f6rsenweisheit &#8216;Politische B\u00f6rsen haben kurze Beine&#8217; gilt jedoch mehr f\u00fcr den Aktienmarkt als f\u00fcr den Devisenmarkt. Dies vor allem insbesondere dann, wenn in dem jeweiligen Land ein fester Wechselkurs oder zumindest ein Managed Floating vorliegt, die Zentralbank (oftmals dann gesteuert von der Politik wie in China) also den Wechselkurs vorgibt bzw. in einer bestimmten Bandbreite schwanken l\u00e4sst. In jedem Fall muss jedoch von Ereignis zu Ereignis geschaut werden, welchen Einfluss die politische Begebenheit auf den Wechselkurs haben kann. Als beispielsweise Donald Trump am 09.11.2016 zum Pr\u00e4sidenten der USA gew\u00e4hlt wurde, verlor der Mexikanische Peso kurz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses um bis zu 15 % gegen\u00fcber dem US Dollar an Wert. Grund daf\u00fcr waren die von Donald Trump vorher gegebenen Wahlversprechen, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, Importe aus Mexiko mit h\u00f6heren Z\u00f6llen zu belegen, um das Leistungsbilanzdefizit der USA gegen\u00fcber Mexiko zu verringern und allgemein eine Versch\u00e4rfung der wirtschaftlichen Beziehungen beider L\u00e4nder zulasten Mexikos. Kurzfristig hat der Mexikanische Peso stark negativ auf dieses politische Ereignis reagiert, konnte jedoch bereits in den kommenden Tagen und in den n\u00e4chsten Wochen wieder einen Teil der Verluste wettmachen. Oftmals sind somit zumindest langfristig die wirtschaftlichen Zahlen und Fakten ausschlaggebend f\u00fcr die Entwicklung einer W\u00e4hrung und nicht politische Agenden.<\/p>\n<h2>Technische Analyse<\/h2>\n<p>Die technische Analyse geht von der Annahme aus, dass die zuk\u00fcnftige Kursentwicklung des Basiswertes in den historischen Kursverl\u00e4ufen zu finden ist. Besch\u00e4ftigt wird sich also mit dem Chart und den zur\u00fcckliegenden Kursmustern, um daraus zuk\u00fcnftige Entwicklungen zu deuten. Fundamentaldaten werden dabei nicht ber\u00fccksichtigt. Dieser Faktor hat langfristig einen eher untergeordneten Einfluss auf den Wechselkurs, da er alle anderen Einflussgr\u00f6\u00dfen komplett unber\u00fccksichtigt l\u00e4sst, trotzdem sollte dieser Punkt bei der Analyse mitber\u00fccksichtigt werden. Kurzfristig, vor allem auf Intraday-Basis, kann die Charttechnik die Wechselkursentwicklung stark mitbeeinflussen. Die Charttechnik ist auch, bis zu einem gewissen Grad, mit der B\u00f6rsenpsychologie verkn\u00fcpft, da die Charttechnik von immer wiederkehrenden Verhaltensmustern ausgeht.<br>\n<!-- Widget Shortcode --><div id=\"custom_html-15\" class=\"widget_text widget widget_custom_html widget-shortcode area-arbitrary \"><div class=\"textwidget custom-html-widget\"><script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\r\n<!-- Responsive wasseraktien Aktiv -->\r\n<ins class=\"adsbygoogle\"\r\n     style=\"display:block\"\r\n     data-ad-client=\"ca-pub-7039868593502124\"\r\n     data-ad-slot=\"1380074914\"\r\n     data-ad-format=\"auto\"\r\n     data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins>\r\n<script>\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n<\/script><\/div><\/div><!-- \/Widget Shortcode --><\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Bei der Betrachtung der Einflussfaktoren auf die Wechselkurse muss stets zwischen einer kurz und langfristigen Beeinflussung unterschieden werden. Kurzfristig kann die W\u00e4hrung vor allem durch Spekulation, politische Ereignisse und Chartformationen gepr\u00e4gt werden, langfristig jedoch r\u00fccken die Fundamentaldaten und gesamtwirtschaftlichen Faktoren der involvierten L\u00e4nder in den Vordergrund und sind ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Wertentwicklung einer W\u00e4hrung. Wechselkurse werden jedoch, wie gesehen, von vielen verschiedenen Einflussfaktoren bestimmt. Da Volkswirtschaften sich zudem stets ver\u00e4ndern und in Bewegung sind, wird der Wert einer W\u00e4hrung auch stetig an den aktuell gegebenen Daten angepasst. Tatsache ist jedoch, dass niemand die Entwicklung von W\u00e4hrungen vorhersagen kann. Trader, Analysten und Herausgeber von B\u00f6rsenbriefen k\u00f6nnen dies genauso wenig wie gro\u00dfe Finanzinstitute und Banken. Anleger sollten deshalb nie eine Anlageentscheidung am Devisenmarkt ausschlie\u00dflich aufgrund von Empfehlungen Anderer treffen, sondern die W\u00e4hrung anhand oben genannter Einflussfaktoren abarbeiten. Der gro\u00dfe Vorteil des t\u00e4glichen hohen Handelsvolumens des Devisenmarktes liegt schlie\u00dflich auch darin, dass die Kursrichtungen von W\u00e4hrungen beinahe nicht manipuliert werden k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZENTRALE KERNAUSSAGEN W\u00e4hrungen werden weltweit am nicht lokalisierbaren Devisenmarkt gehandelt, welcher der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Finanzmarkt der Welt ist. Aktuell im Jahr werden am Devisenmarkt t\u00e4glich mehr als 6.5 Billionen US Dollar umgesetzt. Dabei nehmen die Leitw\u00e4hrungen (USD, Euro Yen, Pfund) den gr\u00f6\u00dften Anteil ein. 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