Amortisationsanleihe

Auch Tilgungsanleihe
engl. Amortizing Bond

Bei einer Amortisationsanleihe verteilen sich die Tilgungszahlungen auf mehrere einzelne Teilzahlungen. Normalerweise wird eine Anleihe am Ende der Fälligkeit komplett zum Nominalwert getilgt, bei der Amortisationsanleihe findet die Rückzahlung jedoch schrittweise in einzelnen Tranchen statt. Die Höhe und der zeitliche Abstand der einzelnen Rückzahlungen können unterschiedlich sein. Dies wird jedoch vorher vom Emittenten festgelegt. Dadurch, dass bei einer Amortisationsanleihe vorzeitige Tilgungen stattfinden, ist die Kapitalbindungsdauer niedriger und somit das Zinsänderungsrisiko für den Gläubiger geringer als bei einer herkömmlichen Anleihe.

Zum Beispiel:

Eine Anleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren hat vier Tilgungszahlungen. Im siebten, im achten, im neunten und am Ende des zehnten Jahres werden jeweils 25 % des Nominalwertes zurückgezahlt. Zusätzlich erhält der Anleger natürlich die jährliche Kuponzahlung. Wurde jedoch nach dem siebten Jahr 25 % des Nominalwertes getilgt, so findet die Zinszahlung im nächsten Jahr nur noch auf die ausstehenden 75 % statt. Genauso verhält es sich nach den jeweiligen nächsten Teilzahlungen.

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