Bärenmarkt

engl. Bear Market

Märkte befinden sich per Definition dann in einem Bärenmarkt, sobald ein breiter Aktienindex – wie zum Beispiel der DAX oder Dow Jones Industrial Average – um 20 % oder mehr fällt.

Ein Bärenmarkt ist dadurch gekennzeichnet, dass die Börsenkurse über einen längeren Zeitraum fallen. Die Marktteilnehmer ziehen sich aufgrund einer pessimistischen Einstellung gegenüber der zukünftigen Marktentwicklung und der bereits sinkenden Kurse zurück, was nochmals für eine Verstärkung des Abwärtstrends sorgt. Es wird jedoch zwischen verschiedenartigen Bärenmärkten unterschieden. Der zyklische Bärenmarkt wird ausgelöst durch steigende Zinsen und steigender Inflation. Der strukturierte Bärenmarkt hingegen wird durch platzende Spekulationsblasen sowie durch wirtschaftliche und finanzielle Schieflagen ausgelöst. Der sogenannte event-driven Bärenmarkt wird letztlich durch besondere Ereignisse wie beispielsweise einer Pandemie ausgelöst. Allen Bärenmärkten liegt jedoch gleich, dass die Erholung der Aktienmärkte bereits in der Rezession stattfindet, also dann wenn die Gewinne der Unternehmen noch weiter am Fallen sind. Dieser Abschnitt steigender Aktienmärkte kennzeichnet dann zeitgleich die erste Phase eines neuen Bullenmarktes und wird auch als Hoffnungsphase bezeichnet.

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