Eigenkapitalquote

engl. Equity Ratio

Die Eigenkapitalquote bezeichnet den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Diese wird in Prozent ausgedrückt. Sie gibt somit das Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz an. Je höher die Eigenkapitalquote, desto besser in der Regel die Kreditfähigkeit des Unternehmens und somit auch die finanzielle Stabilität. Je höher die EKQ, desto geringer die Verschuldung, wodurch sich eine höhere Bonität ergibt und folglich ein geringeres Risiko eines Zahlungsausfalles. Ein hoher Anteil an Eigenkapital spricht außerdem für ein solides und sicheres Unternehmen, welches in der Lage ist, eine gewisse Verlustzeit durchzustehen. Andersherum gilt, dass je geringer die Eigenkapitalquote ist, desto höher ist die Eigenkapitalrendite. Unternehmen und vor allem Banken, versuchen deshalb immer die Eigenkapitalquote im Mittelmaß zu halten.

Berechnung:

EKQ

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote in Deutschland liegt bei ca. 20 % bis 23 %. Die Höhe der Eigenkapitalquote ist jedoch stark branchenabhängig. Während Chemieunternehmen eine durchschnittliche Eigenkapitalquote von ca. 35 Prozent aufweisen, liegt diese bei Finanzinstituten in der Regel in der Nähe der 10 %-Marke. Weist ein Unternehmen eine zu geringe Eigenkapitalquote auf, wird es in Krisen oder in Zeiten steigender Zinsen Probleme bekommen. Die Bilanz besteht dann größtenteils aus Schulden und der Handlungsspielraum des Unternehmens ist deutlich eingeschränkt. Denn je geringer die EKQ, desto höher ist der Anteil des Fremdkapitals und dadurch entsprechend auch die Zinslast, die das Unternehmen zu tragen hat. Eine hohe Eigenkapitalquote verringert jedoch auch die Eigenkapitalrendite, außerdem führt eine zu hohe EKQ zu höheren Kapitalkosten, da Eigenkapital teurer als Fremdkapital ist. Deshalb ist es sinnvoll, die Eigenkapitalquote stets in einer für die Branche angemessene Balance zu halten.

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