Handelsbilanzdefizit - PrudentWater
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Handelsbilanzdefizit

Auch Exportdefizit
engl. Trade Deficit

Bei einem Handelsbilanzdefizit übersteigt der Wert aller Importe den Wert aller Exporte eines Landes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Importiert ein Land Güter und Dienstelsitungen im Wert von 600 Milliarden Euro, exportiert es jedoch nur Waren und Dienstleistungen im Wert von 500 Milliarden Euro, weist das Land eine negative Handelsbilanz von 100 Milliarden Euro auf. Das Handelsdefizit wird dabei immer in der heimischen Währung angegeben. Der große Nachteil des Handelsbilanzdefizites liegt darin, dass dadurch die Verschuldung im Ausland zunimmt, worauf auch schließlich Zinsen zu zahlen sind. Das Handelsbilanzdefizit muss jedoch nicht nur Nachteile für das Land und dessen Wirtschaft haben. Als Vorteil des Handelsbilanzdefizites gilt, dass sich oftmals einhergehend der Konsum im Imland positiv entwickelt. Die Bürger des Landes haben ausreichend Geld zur Verfügung, um vor allem zu konsumieren. Dazu jedoch müssen ausreichend Waren aus dem Ausland importiert werden.

Weist ein Land ein Handelsdefizit auf, importiert (oder kauft) es mehr Waren und Dienstleistungen aus anderen Ländern, als es international in andere Länder exportiert (oder verkauft). Das Handelsbilanzdefizit notiert dabei in der heimischen Währung des Landes.

Durch die Globalisierung und der Internationalisierung des Warenverkehrs hat die Handelsbilanz jedoch etwas an Aussagekraft verloren. International agierende Unternehmen haben Produktionsstandorte auf der ganzen Welt. Exportieren diese Unternehmen nun nicht von ihren Standorten innerhalb der eigenen Landesgrenzen, sondern von Produktionsstandorten außerhalb des Heimatlandes, so tauchen diese Erzeugnisse auch nicht in der Handelsbilanz auf. Die Internationalisierung der Produktion führt somit zu einer gewissen Verzerrung der Handelsbilanz.