LIBOR - Definition - PrudentWater
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LIBOR

London InterBank Offered Rate (LIBOR)

LIBOR ist ein Interbankenzinssatz, zu dem eine Gruppe von Banken auf dem Londoner Geldmarkt bereit ist, einander Kredite zu geben. International ist der LIBOR der wichtigste Referenzzinssatz. Insgesamt gilt der LIBOR als Basiszinssatz für Finanzierungskosten in Höhe von rund $225 Billionen. Darunter fallen Finanzierungsgeschäfte wie Hypotheken, Studentendarlehen sowie Firmenkredite. Es existieren 7 verschiedene Libor-Zinssätze mit je unterschiedlichen Laufzeiten: Overnight, 1 Woche, 1 Monat, 2, 3, 6, 12 Monate. Der LIBOR wird für mehrere Währungen ermittelt. Um den LIBOR zu berechnen, werden täglich mindestens acht bedeutende Banken im Eurodepositenhandel als Referenzbanken gewählt. Diese müssen ihre jeweiligen Briefsätze mitteilen, wonach dann ein arithmetisches Mittel gebildet wird und um 11.30 Uhr anschließend daraus der LIBOR in London veröffentlicht wird. EURIBOR und LIBOR sind vergleichbare Zinssätze. Beide Zinssätze basieren jedoch nicht auf die tatsächlich durchgeführten Transaktionen, sondern werden durch die Quotierungen der verschiedenen Banken berechnet. Anleger, die auf einen Anstieg des LIBOR spekulieren wollen, können dies über den Kauf eines sogenannten Floater tun. Im Jahre 2021 sollte der LIBOR aufgrund häufiger Manipulationen abgeschafft werden und durch einen neuen, bis jetzt noch nicht ausreichend entwickelten Referenzzinssatz ersetzt werden. Voraussichtlich wird der LIBOR jedoch erst komplett im Jahre 2023 abgeschafft.