Nachteile einer schwachen Währung - PrudentWater
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Nachteile einer schwachen Währung

Verliert die Währung eines Landes nachhaltig an Wert, so kann dies weitreichende Folgen für das Land und die Bürger haben. Die Nachteile einer abwertenden Währung sind Folgende:

Das Inflationsrisiko nimmt zu

Das Risiko einer steigenden und unkontrollierbaren Inflation nimmt mit abwertender Währung zu. Durch eine schwache Währung werden nämlich die importierten Waren von nun an teurer. Möchte beispielsweise ein Unternehmen aus Deutschland ein Produkt aus den USA im Wert von $100 importieren, muss es nun eine höhere Euro-Summe aufwenden, da schließlich der Euro an Wert verloren hat. Bei einer Parität (Wechselkurs 1:1) würde das deutsche Unternehmen 100 Euro aufnehmen, dafür $100 bekommen und könnte anschließend das Produkt bezahlen. Schwächt nun der Euro auf beispielsweise EUR/USD 0.80 ab (für 1€ bekommt man somit nur noch $0.80), so reichen die 100 Euro zum Kauf nicht mehr aus. Das Unternehmen müsste somit nun bereits 125 Euro aufbringen, um das Produkt im Wert von $100 zu importieren.

Ohne eine entsprechende Anhebung der Löhne wird die abwertende Währung den Haushalten aber auch den kleinen und mittleren Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten durch steigende Kosten für Lebensmittel, Energie sowie Güter des täglichen Bedarfs bereiten.

Somit steigt langfristig die Inflation, verursacht durch eine schwache Währung, welche importierte Güter in der heimischen Währung teurer werden lässt. Die Unternehmen reichen die erhöhten Kosten schließlich an den Endkunden weiter, indem sie ihre Preise erhöhen (müssen). Die Abwertung der heimischen Währung kann somit eine sogenannte importierte Inflation auslösen. Als Folgekonsequenz der steigenden Inflation könnte es außerdem vermehrt zu Kreditausfällen kommen, wenn Löhne und Gehälter nicht gleichzeitig mit ansteigen. Darunter würden dann wiederum die Kreditinstitute leiden. Mittel bis langfristig leidet darunter jedoch die gesamte Wirtschaft.

Rückgang von wichtigen Importgütern

Allgemein gehen (im Extremfall gar lebensnotwendige) Importe zurück, da diese für die Unternehmen und Bürger durch die schwache Währung teurer werden und schließlich nicht mehr bezahlt werden können. Eine Währungsabwertung schlägt oftmals sehr schnell auf die Preise im Inland durch. Zu aller erst auf die Preise der importierten Güter, wodurch eine Abwertung der heimischen Währung schnell zu einem Anstieg des allgemeinen Preisniveaus und der Lebenshaltungskosten führen kann. Importierte Güter werden, umgerechnet in heimischer Währung, teurer, wodurch schließlich das kaufkraftmäßige Einkommen sinkt. Handelt es sich dabei jedoch um lebensnotwendige Güter wie medizinische Produkte oder Nahrungsmittel, so leiden darunter in erster Linie die ärmsten der Bevölkerung.

Die Kosten für Rohstoffe und Benzin steigen

Rohstoffe werden weltweit in US Dollar gehandelt. Bei einer abwertenden Währung im Vergleich zum USD werden gleichzeitig Rohstoffe des täglichen Bedarfs wie Öl, Benzin, Gas und Kaffee für den Bürger teurer. Supermärkte müssen als Konsequenz oftmals die Preise für Güter anheben, welche sie aus dem Ausland importieren. Diese Güter werden nun für die Märkte im Einkauf teurer. Aufgrund der engen Margen von Supermärkten sind diese oftmals daraufhin gezwungen, die Preise für die entsprechenden Produkte anzupassen.

Der Urlaub wird teurer

Der Urlaub in einer anderen Währungszone wird für die Bürger teurer, wenn die heimische Währung abwertet. Denn nun müssen die Ausgaben im Urlaubsland, welche dann in der Fremdwährung stattfinden, durch eine höhere Summe der heimischen Währung gedeckt werden.

Währungsverluste bei Kreditaufnahme in fremder Währung

Hat man sich in einer fremden Währung verschuldet und wertet diese fremde Währung im Vergleich zur heimischen Währung auf (und somit wertet die Heimatwährung ab), steigt die Schuldlast des Schuldners. Wurde ein Kredit in USD aufgenommen, so muss dieser auch in USD zurückgezahlt werden. Wertet nun der Euro gegenüber den USD nach Krediterhalt ab, so muss der Schuldner in Deutschland eine höhere Euro-Summe aufbringen, als er es noch zu Beginn des Kredites hätte machen müssen, um die Schulden in USD zu begleichen. Die USD-Summe bleibt dabei immer gleich, allerdings steigt die Euro-Summe an, da der Wertverfall des Euros nun ausgeglichen werden muss.

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