Pensionsrückstellungen

Pensionsrückstellungen sind Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern des Unternehmens. Rückstellungen für Pensionen bilden den heutigen Wert zukünftiger Pensionszahlungen. Pensionsrückstellungen werden auf der Passivseite ausgewiesen und haben den Charakter ungewisser und langfristiger Verbindlichkeiten. Diskontiert werden sie mit dem aktuellen Marktzins, es findet also eine Abzinsung auf die zukünftigen Pensionszahlungen statt. Fällt nun aber beispielsweise mittel- bis langfristig der Marktzins, so muss das Unternehmen seine Pensionsrückstellungen erhöhen, um weiterhin die zukünftigen Zahlungen an die Pensionsnehmer aus den Pensionsrückstellungen leisten zu können. Außerdem müssen mögliche in der Zukunft liegende Rentenanpassungen oder Gehaltssteigerungen bei der Berechnung des Wertansatzes mit einkalkuliert werden. Dies zusammen macht Pensionsrückstellungen in der Bilanz eines Unternehmens zu einem eher ungewissen und damit risikoreichen Posten. Bei vielen Unternehmen stellen die Pensionsverpflichtungen hohe und langfristige Verbindlichkeiten dar. In Bezug auf die Kalkulierung gilt das Prinzip, dass Unternehmen Pensionsrückstellungen in der Bilanz umso höher ansetzen, je höher die Pensionssteigerungsrate und die Gehaltssteigerungsrate ist und je niedriger der Diskontierungszinssatz ist.

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