Sonderziehungsrecht

Auch SZR
engl. Special Drawing Right (SDR)

Das Sonderziehungsrecht ist eine Währung, die vom Internationen Währungsfonds 1969 eingeführt wurde, um jederzeit für ausreichend Liquidität zu sorgen. Diese Währung wird nicht am Devisenmarkt gehandelt. Es handelt sich um Buchgeld. Das Sonderziehungsrecht ist quasi eine künstliche Währung, geschaffen vom IWF. Es handelt sich jedoch nicht um Verbindlichkeiten des Internationalen Währungsfonds, sondern um Ziehungsrechte der einzelnen Mitglieder. Diese Sonderziehungsrechte können bei den Zentralbanken der Mitglieder oder aber beim IWF in konvertierbare Devisen getauscht werden. Diese tatsächlichen Währungen können dann zum Zwecke der Intervention oder zur Krisenbewältigung genutzt werden. Sinn des Sonderziehungsrechtes ist es somit, diese Währung als Zahlungsmittel zu verwenden, falls ein weltweiter Mangel an Liquidität herrscht. Das Sonderziehungsrecht ist somit als eine Art Währungsreserve anzusehen.

Zusammensetzung des Sonderziehungsrechts

Die Währung setzt sich aus einem Korb an Währungen zusammen, bestehnend aus den einzelnen nationalen Währungen (US Dollar, Euro, Britisches Pfund, Japanischer Yen). Zum 01. Oktober 2016 wurde der chinesische Renminbi Mitglied des Sonderziehungsrechtes. Seit dem 01. Oktober 2016 ist die Aufteilung der jeweiligen Währung wie folgt: US Dollar 41,73 %, Euro 30,93 %, Chinesischer Renminbi 10,92 %, Japanischer Yen 8,33 %, Britisches Pfund 8,09 %.

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