Ausfallrisiko

engl. Default Risk

Ausfallrisiko einer Anleihe

Das Ausfallrisiko einer Anleihe besteht darin, dass der Emittent nicht in der Lage ist, die Anleihe fristgerecht und wie vorher vereinbart zum Nominalwert zu tilgen und auch nicht alle ursprünglichen Zinszahlungen leisten zu können. Bei dem Ausfallereignis kann es sich um eine Insolvenz, eine Zahlungsverweigerung, eine Zahlungsaussetzung oder um eine Stundung der Zahlungen handeln. Dies kann passieren, wenn der Emittent (Land oder Unternehmen) in finanzielle Schwierigkeiten gerät und den offenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Im schlimmsten Fall kann dies zu einem Totalverlust führen oder aber der Anleihenbesitzer erhält lediglich einen Teil seines Geldes zurück. Steigt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles, so wird sich dies in einem steigenden Credit Spread am Markt bemerkbar machen. Dies bedeutet schlicht, dass der Kurs der entsprechenden Anleihe fallen wird. Falls es dem Emittenten dann überhaupt noch möglich ist neues Geld durch die Emission von Anleihen aufzunehmen, so muss er den Anlegern dann deutlich höhere Zinsen bieten.

Ausfallrisiko von Derivaten

Im Handel mit Optionen und Kontrakten wird das Ausfallrisiko durch ein Clearinghaus ausgeschaltet. Das Clearinghaus steht zwischen Käufer und Verkäufer der Option und übernimmt das Ausfallrisiko, falls ein Marktteilnehmer nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

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