Kaufkraftparität

engl. Pur­chas­ing Pow­er Par­i­ty (PPP)

Kaufkraft­par­ität beschreibt den Zus­tand, bei dem ein Wech­selkurs (beispiel­sweise EUR/USD) dem Kon­sumenten sowohl in den USA als auch in Europa dieselbe Kaufkraft ver­lei­ht. Kostet ein Warenko­rb im Euro-Währungs­ge­bi­et 1 200 Euro und in den USA der­selbe Warenko­rb 1 350 USD, so müsste, damit Kaufkraft­par­ität herrscht, der Wech­selkurs EUR/USD bei 1,125 liegen (1,125 x 1200= 1350). In diesem Fall kann in bei­den Län­dern für die gle­iche Geld­summe die gle­iche Ware gekauft wer­den. Falls nun jedoch auf­grund vorherrschen­der Infla­tion der Preis des Warenko­rbs in der Euro­zone um 2,5 % ansteigt, in den USA jedoch sog­ar um 4 %, so müsste der Wech­selkurs EUR/USD um ca. 1,5 % steigen, damit wieder Kaufkraft­par­ität zwis­chen den bei­den Län­dern herrscht.

Liegt Kaufkraft­par­ität zwis­chen zwei ver­schiede­nen Län­dern mit der­sel­ben Währung vor ( Euro-Währungs­ge­bi­et), kön­nen Waren und Dien­stleis­tun­gen eines Warenko­rbes für gle­ich hohe Geld­be­träge erwor­ben wer­den. In diesem Fall entspricht der nom­i­nale dem realen Wech­selkurs.
Die The­o­rie der Kaufkraft­par­ität besagt, dass ein Euro in jedem Land die gle­iche Kaufkraft haben muss. Wenn nicht würde sofort Arbi­trage stat­tfind­en, bei der die Preisun­ter­schiede aus­geglichen wer­den.
In unter­schiedlichen Währungsräu­men wer­den Geld­be­träge durch Wech­selkurse ver­gle­ich­bar gemacht. Hier herrscht Kaufkraft­par­ität, wenn die ver­schiede­nen Währun­gen durch die Wech­selkurse dieselbe Kaufkraft haben und man somit densel­ben Warenko­rb kaufen kann.

PrudentWater

Kommentieren

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei