Nullkuponanleihe

engl. Zero Coupon Bond oder Zero Bond

Nullkuponanleihen zahlen keine Zinsen. Sie besitzen somit keinen Kupon. Stattdessen beinhaltet der Emissionskurs einen entsprechenden Abschlag (Disagio), welcher vom Emittenten als Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz aktiviert werden kann. Am Fälligkeitstag wird die Anleihe dann jedoch zum Nominalwert von 100 % zurückbezahlt. Somit wird bei der Nullkuponanleihe die Rendite erwirtschaftet, indem am Fälligkeitstag der Anleger für die Anleihe einen höheren Preis erhält, als er ursprünglich bezahlt hat. Die Rendite ist die Differenz zwischen Emissionspreis und Rückzahlungspreis. Eine Nullkuponanleihe mit einer Laufzeit von 3 Jahren wird bspw. zu 90 % ausgegeben, bei Fälligkeit nimmt der Emittent diese jedoch zum Nominalwert von 100 % zurück. Die Jahresrendite einer Nullkuponanleihe lässt sich nach der folgenden Formel berechnen:

Berechnung:

nullkuponanleihe


Vor- und Nachteile von Nullkuponanleihen

Der Vorteil einer Nullkuponanleihe liegt darin, dass im Gegensatz zu einer normalen Anleihe, kein Wiederanlagerisiko (zu einem dann möglicherweise niedrigen Zinssatz) für die zwischenzeitlichen Kuponzahlungen besteht. Nullkuponanleihen zahlen Zinsen und Zinseszinsen am Ende der Laufzeit. Nullkuponanleihen reagieren bezüglich Zinsänderungen am Markt in der Regel sensibler als andere Arten von Anleihen. Die Kurse solcher Anleihen können während ihrer Laufzeit deshalb erheblich schwanken. Steigt der aktuelle Marktzins über die ursprüngliche Jahresrendite, so wird der Kursanstieg der Nullkuponanleihe flacher oder sogar rückläufig. Fällt jedoch der aktuelle Marktzins unter die ursprüngliche Jahresrendite, so wird der Kurs steiler ansteigen.

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