Zinsüberschuss - PrudentWater
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Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss einer Bank ist der Differenzbetrag zwischen Zinsertrag und Zinsaufwendung. Der Zinsüberschuss ist die Haupteinnahmequelle eines Kreditinstitutes. Um einen jährlichen Gewinn zu erzielen, sollte somit der Zinsertrag höher sein als der Zinsaufwand. Den Zinsertrag generieren Banken durch die Ausgabe von Krediten. Der Zinsaufwand entspricht der Zinslast, welche Banken ihren Kunden für ihre Einlagen zahlen müssen.


Berechnung:

Zinsueberschuss


Allgemein gilt, dass je höher der Leitzins eines Landes ist, desto höher der Zinsüberschuss der jeweiligen Finanzinstitute des Landes. Steigt das allgemeine Zinsniveau an, so versuchen Kreditinstitute den Zinsaufwand möglichst gering zu halten, indem sie die Zinsen auf Einlagen ihrer Kunden so niedrig erhöhen wie möglich. Kreditinstitute versuchen jedoch bei einer Leitzinserhöhung den Zinsertrag auszubauen, indem der geforderte Zins auf ausgegebene Kredite möglichst erhöht wird. Jedoch hängt die Veränderung des Zinsüberschusses nach einer Leitzinserhöhung auch davon ab, ob es sich bei den vergebenen Krediten mehrheitlich um variabel verzinsliche Kredite (Floater) oder um Kredite mit einem festen Zinssatz handelt. Variabel verzinsliche Kredite (gebunden an einen Zinssatz wie dem EURIBOR) sind bei einem steigendem Zinsniveau profitabler, da Floater dann ebenfalls höher verzinst werden und der Bank somit einen höheren Zinsertrag bieten.