Credit Default Swap-Spread

Auch CDS-Spread

Der Credit Default Swap-Spread ist jener Preis, den der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber jährlich zu leisten hat, um sich gegen eine Zahlungsunfähigkeit des Emittenten der zugrunde liegende Anleihe abzusichern. Dieser Spread wird am Markt bestimmt und richtet sich nach der Ausfallwahrscheinlichkeit des Emittenten der zugrunde liegenden Anleihe und der damit einhergehenden Verlusthöhe.

Credit Default Swap-Spreads dienen als Stellvertreter für die Einschätzung des Marktes hinsichtlich der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens / Landes.

Da die Schulden (Anleihen) am Markt eventuell noch weiterverkauft werden können und somit noch einen Restwert haben, muss eine Zahlungsunfähigkeit oder ein anderes Kreditereignis (Umschuldung zulasten des Gläubigers oder Zahlungsverweigerung) nicht ein Totalverlust für den Gläubiger bedeuten. Die Recovery Rate drückt dabei den zu verwertenden Restwert der Sicherheiten aus.
Grob zusammengefasst, je höher der Credit Default Swap-Spread ist, desto höher schätzt der Markt einen Zahlungsausfall des Staates ein. Er dient somit als Indikator, um die momentane Finanzsituation einzelner Länder oder Unternehmen einschätzen zu können.

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