Der Unterschied zwischen den beiden Ölsorten Brent und WTI

An der Börse werden zwei unterschiedliche Ölsorten gehandelt. Einmal die Nordsee-Sorte Brent und einmal die nordamerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI). Der Unterschied beider Ölsorten liegt in der chemischen Zusammensetzung. Brent weist einen höheren Schwefelgehalt auf als das nordamerikanische WTI-Öl. Damit ist die Qualität von WTI höher als jene der europäischen Ölsorte Brent. Dies bedeutet auch gleichzeitig, dass Brent-Öl schlechter zu verarbeiten ist als die nordamerikanische Sorte WTI. Aus diesem Grund ist WTI meistens etwas teurer als Brent, obwohl es auch Zeiten gibt, in denen Brent teurer ist als WTI. Dies hängt dann jedoch mit politischen Unruhen, wirtschaftlichen Faktoren oder Lagerkapazitäten zusammen. Politische Unruhen jedoch deshalb, weil die Ölsorte Brent auch im Nahen Osten gefördert wird, also in politisch instabilen Ländern, wo Kriege und Konflikte oftmals kurz bis mittelfristig zu Unterbrechungen der Ölförderungen führen.

Brent gilt als internationale Benchmark, wohingegen WTI hauptsächlich in den USA relevant und entscheidend ist.

Für Europa ist die Sorte Brent die maßgebliche Ölsorte und lässt sich mit dem Ölsorten aus Arabien vergleichen. Arabien wiederum richtet sich bei der Preisbildung für Öl, welches in die USA verkauft wird, an den Argus Sour Crude Index. Neben den Ölsorten Brent und WTI gibt es jedoch noch viele andere Ölsorten, diese werden jedoch nicht an der Börse gelistet, da der Markt für diese viel zu klein ist. Die Preise für die kleinen Ölsorten richten sich deshalb meistens an die der beiden großen Sorten.

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