Aktiensplit

engl. Stock Split

Bei einem Aktiensplit werden die existierenden Aktien in ein bestimmtes Verhältnis vervielfältigt (gesplittet). Der Gesamtwert aller Aktien bleibt jedoch derselbe, das Aktienkapital wird beim Aktiensplit also nicht verändert und für den Investor gibt es nach dem Aktiensplit in Bezug auf seinen Anteil am Unternehmen auch keine Veränderung. Die Aktie wirkt nach dem Aktiensplit optisch lediglich günstiger – dies ist auch oftmals der Sinn eines Aktiensplits.

Beispiel eines Aktiensplits im Verhältnis 1:2

Vor dem Aktiensplit

Anzahl aller ausstehenden Aktien: 1.000.000

Aktienkurs: 30,00 Euro

Marktwert: 30.000.000

Nach dem Aktiensplit

Anzahl aller ausstehenden Aktien: 2.000.000

Aktienkurs: 15,00 Euro

Marktwert: 30.000.000

Für den Aktionär ändert sich bei einem Aktiensplit also im Grunde genommen nichts, seine Aktien werden im Depot lediglich verdoppelt. Nach dem Split besitzt er jedoch denselben Anteil am Unternehmen wie vor dem Split. Aktiensplits werden oftmals dann durchgeführt, wenn der Aktienkurs in den letzten Jahren stark angestiegen ist und das Unternehmensmanagement durch den hinterher optisch geringeren Aktienkurs Kleinanleger weiterhin die Chancen bieten möchte, in das Wertpapier zu investieren. Deshalb gibt es nicht nur Aktiensplits im Verhältnis 1:2, sondern auch im Verhältnis 1:4 oder höher. Oftmals sind Aktiensplits aber auch reine Werbemaßnahmen, weshalb wiederholte Aktiensplits vom Investor kritisch betrachtet werden sollten.

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