Lock-Up-Frist

Auch Sperrfrist

Die Lock-up-Frist bezeichnet die Zeitdauer nach dem Börsengang eines Unternehmens, in der ein Altaktionär oder ein sogenannter cornerstone investor seine Aktien nicht verkaufen darf. Altaktionäre oder cornerstone investors waren dabei schon vor dem Börsengang des Unternehmens im Besitz der Aktien. Die Lock-up-Frist liegt in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten und dient vor allem dem Kleinanlegerschutz, denn sie gibt gesetzlich vor, dass Altaktionäre erst nach einer bestimmten Zeitdauer nach Börsengang ihre Aktien an der Börse verkaufen dürfen. Die Alteigentümer sind damit gezwungen, ihre verbleibenden Aktien nach dem IPO für eine bestimmte Zeit zu halten. Erst nach der Lock-Up-Frist ist es ihnen erlaubt, ihre Aktien zu verkaufen. Dies dient dazu, Kurseinbrüche nach Börsengängen zu vermeiden und allgemein die Volatilität der Kursentwicklung in den ersten Wochen zu reduzieren. Mitbegründer und Investoren der ersten Stunde können somit nicht ihre teilweise großen Aktienpakete zeitgleich mit der Börsennotierung verkaufen, da dies zu starken Kursturbulenzen führen könnte. Nach Ablauf der Sperrfrist können die Altaktionäre ihre Aktien jedoch komplett verkaufen, was je nach Größe des Aktienpaketes negative Auswirkungen auf den Kurs der Aktie haben kann.

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